FAQ - die wichtigsten Fragen

Fragen und Antworten zu den geplanten Fusionsgesprächen

Warum ist eine Fusion überhaupt sinnvoll?
  • Die Markt- und Wettbewerbssituation, das Niedrigzinsumfeld, die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie der digitale Wandel setzen derzeit und zukünftig alle Kreditinstitute unter Druck. Die Veränderungsgeschwindigkeit wird rasant zunehmen.
  • Eine Verbesserung der Effizienz der geschäftlichen Prozesse und der Angebotspalette ist deshalb erforderlich. In dieser Situation bietet ein Zusammenschluss Vorteile, da Aufgaben, die bislang jedes Haus erledigen musste, künftig nur noch einmal zu erledigen sind. Beide Banken kooperieren bereits seit 2013. So wurden zahlreiche Projekte in der Gesamtbanksteuerung, in der IT-Migration und im Konsortialkreditgeschäft gemeinsam erfolgreich realisiert: „Wir kennen uns.“
  • Die Geschäftsgebiete grenzen direkt aneinander und liegen in einer zusammenhängenden wirtschaftlichen Region.
Was ist das Ziel der Fusion?
  • Durch den Zusammenschluss beider Häuser entsteht eine starke genossenschaftliche Regionalbank für unseren heimischen und wachstumsstarken Wirtschaftsraum.
  • Mit der neuen Betriebsgröße sind wir besser in der Lage, die dynamischen Veränderungen im Finanzdienstleistungssektor und die damit verbundenen wachsenden Herausforderungen zu meistern.
  • Wir werden unseren genossenschaftlichen Wurzeln treu bleiben und die regionale Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden bewahren und gleichzeitig die Erwartungen an eine moderne regionale Genossenschaftsbank erfüllen.
Welcher Nutzen ergibt sich aus der Fusion für unsere Mitglieder und Kunden?
  • Durch die neue Bankengröße und die damit steigenden Kreditgrenzen kann die Versorgung der regionalen Wirtschaft mit Krediten weiter ausgebaut werden.
  • Gleichzeitig verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und können die wachsenden Kundenanforderungen an ein modernes Kreditinstitut besser erfüllen, z. B. durch den gemeinsamen Ausbau der digitalen Vertriebskanäle, der auch kostenintensiv ist.
  • Dezentrale Strukturen im Vertrieb, spürbare Kundennähe und schnelle Entscheidungen bleiben erhalten.
Welcher Nutzen ergibt sich aus der Fusion für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?
  • Durch das größere Haus entsteht ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der interessante berufliche Entwicklungsperspektiven bietet.
Welchen Namen hat die fusionierte Bank?
  • Der Name „Emsländische Volksbank eG“ wird aufgrund der Aussagekraft für beide Häuser übernommen.
Wo ist künftig der Hauptsitz der Bank?
  • Sitz der Genossenschaft wird Lingen sein.
Welchen wirtschaftlichen Einfluss hat die Wahl des Hauptsitzes für die einzelnen Städte?
  • Rein steuerlich ergeben sich keinerlei Vor- und Nachteile für eine der Städte.
  • Die Bemessungsgrundlage für Gewerbesteuer richtet sich nach der Anzahl der am Standort ansässigen Mitarbeiter.
  • Beide Standorte werden auch weiterhin zentrale Standorte der neuen Emsländischen Volksbank eG bleiben.
Ein exemplarisches Rechenbeispiel finden Sie hier.
Wie sieht künftig die Zusammensetzung des Vorstandes aus?
  • Der künftige Vorstand wird aus Jürgen Hölscher (Markt), Klaus Krömer (Steuerung) und Carsten Schmees (Produktion) gebildet.
  • Frank Thiel wird im Zuge der Verschmelzung in den Ruhestand gehen.
Wie setzt sich der künftige Aufsichtsrat zusammen?
  • Im ersten Schritt werden alle zum Zeitpunkt der Fusion amtierenden Aufsichtsräte in das neue Gremium wechseln.
  • Im weiteren Verlauf wird eine Reduzierung des Organs auf 12 Mitglieder nach noch festzulegenden Regeln angestrebt.
  • Die neue Aufsichtsratsspitze wird mit einem Vorsitzenden aus dem Bereich der Alt-EVB und einem Stellvertreter aus Lingen besetzt.
Wie sieht die künftige Einflussnahmemöglichkeit der Mitglieder aus?
  • Die neue EVB hat dann rund 44.000 Mitglieder.
  • In beiden Häusern gibt es bereits Vertreterversammlungen.
  • In der neuen Vertreterversammlung soll künftig 1 Vertreter 100 Mitglieder repräsentieren.
Werden im Zuge der Verschmelzung Arbeitsplätze abgebaut?
  • Die neue EVB wird anfänglich ca. 430 Mitarbeiter/innen haben.
  • In beiden Häusern scheiden in den nächsten Jahren altersbedingt zahlreiche Mitarbeiter/innen aus. So gelingt eine sozialverträgliche Reduktion des Personalbestandes.
Werden im Zuge der Verschmelzung Filialen geschlossen?
  • Im Zuge der Verschmelzung ist keine Schließung von Bankstellen vorgesehen.
  • Wir halten unsere (räumliche) Kundennähe nach wie vor für einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.
  • Die vertriebliche Organisation bleibt dezentral, der Produktionsbereich soll zentral organisiert werden.
  • Gleichwohl gilt natürlich: Über die Dichte des Filialnetzes entscheidet der Kunde mit seiner Nutzung.
Ist ein Verlust an regionaler Identität oder regionaler Unterstützung zu erwarten?
  • Beide Banken haben ihre Wurzeln im gleichen Wirtschaftsraum.
  • Eine Vielzahl von Mitarbeiter/innen sind heute und bleiben zukünftig regional engagiert.
  • Die regionale Nähe bleibt durch die dezentrale Vertriebsorganisation erhalten.
  • Unser gesellschaftliches Engagement wird durch die Fusion nicht eingeschränkt.
Wer ist das übernehmende Institut?
  • Im Rahmen der Fusion wird der Grundbesitz an die übernehmende Bank übertragen. Bei einer Übertragung von Grundbesitz auf einen neuen Rechtsträger fällt Grunderwerbsteuer an, deshalb wurde die Volksbank Lingen eG als übernehmende Bank gewählt.
Ein exemplarisches Rechenbeispiel finden Sie hier.